IHK verbreitet horrende Zahlen, ohne sie zu belegen.

01.12.2018

Mittlerweile ist einige Zeit vergangen und die IHK Schwaben hätte ausreichend Gelegenheit gehabt, die von ihnen im Zuge der Diskussion einer Kreisfreiheit Neu-Ulm ins Spiel gebrachten 75 Mio. Euro Kosten zu belegen. Die IHK hat als erste diese Zahl an die Öffentlichkeit gegeben und behauptet, dass diese 75 Mio. Euro auf Kosten der Wirtschaft gehen würden.

Auch auf mehrfache Nachfrage hat die IHK diese Zahl bisher nicht mit handfesten Argumenten, die auch nachvollziehbar sind, untermauert. Wie sind also solch horrende finanzielle Nachteile für die hier ansässige Wirtschaft nachzuvollziehen?

Bisher will die IHK (zumindest öffentlich) nicht der Auftraggeber für die ominöse Studie gewesen sein, die angeblich diese Zahl hervorgebracht hat. Aber ohne Beweise dafür vorzulegen oder der betroffenen Stadt Neu-Ulm Gelegenheit zur Prüfung zu geben, beharrt die IHK auf diesem Zahlenwerk.

Wir halten das für ein bedenkliches und bedauerliches Vorgehen und fordern die IHK auf, endlich die Katze aus dem Sack zu lassen. Wenn die Zahlen stimmen sollten, dann muss die IHK ja keine Angst davor haben, auch dazu zu stehen. Und sollten die IHK doch Auftraggeber für das Gutachten gewesen sein oder mittlerweile es käuflich erworben haben, dann ist noch weniger Grund vorhanden, sich mit einer Klarstellung zurückzuhalten.

Waltraud Oßwald