Mitten in der Stadt und trotzdem mitten im Grünen.

20.02.2019

Eine KiTa wächst und der Bedarf steigt trotzdem weiter. Kinder aus 38 Nationen werden regelmäßig in der KiTa „Schatzinsel“ im Neu-Ulmer Vorfeld betreut. Die Erzieherinnen, Kinderbetreuer und Elternbeirat leisten hierbei hervorragende Arbeit.

Die Neu-Ulmer CSU-Stadtratsfraktion war im Rahmen ihrer Informationsreihe „Fraktion vor Ort“ dieses Mal beim städtischen Kindergarten im Vorfeld, der „Schatzinsel“. Der Elternbeiratsvorsitzende Björn Chytil und die Leiterinnen und Erzieherinnen der KiTa begrüßten die Besucher und erläuterten die Probleme eines solch international bestückten Kindergartens aus ihrer Sicht. 2010 ist der Kindergarten ursprünglich als Bedarfs-KiGa eingerichtet worden, jedoch stieg und steigt der Bedarf kontinuierlich an und mit aktuell fünf Gruppen je 25 Kindern im Alter von 2 ¾ bis zum Schuleintritt ist die Anlage heute gut besucht.
In den vergangenen Jahren gab es auch schon die einen oder anderen Renovierungs- bzw. Anbauarbeiten durch die Stadt. Mittlerweile ist der Bedarf an Plätzen aber weiter gestiegen, sodass An- oder Umbauarbeiten folgen müssen.
Das besonders positive Herausstellungsmerkmal dieses Kindergartens ist seine Lage: mitten in der Stadt und trotzdem mitten im Grünen.

Ralph Seiffert, Fachbereichsleiter für Schule, Bildung, Familien, erklärte die Pläne für eine Erweiterung des KiGa um zwei Gruppen. Erfreulicherweise sind in den Haushaltsplänen für 2019 und 2020 jeweils 800 Tausend Euro eingestellt, davon entfallen alleine schon 300 T € auf den Außenbereich, der dringend einer Überarbeitung bedarf. Dazu müssen auch einige Räume in ihrer jetzigen Funktion umgestaltet werden. Und nicht zu unterschätzen ist auch die weitere „Baustelle“, nämlich das Finden von geeignetem Personal.
Zur Zeit ist es der Stadt wirtschaftlich auch möglich, diese Beträge für Sanierung oder Umbau vorzusehen und einzuplanen, was aber keine Garantie dafür ist, dass es auch in Zukunft so weiter geht. Und trotzdem ist der Druck speziell auf die Betreuung von Ü-3-Kindern hoch.

Laut Frau May ist der derzeitige Personalschlüssel gut. Eine besondere Herausforderung ist jedoch die Betreuung von Flüchtlings-(Trauma-)kindern. Sprachschwierigkeiten bei den betroffenen Familien sind noch eine zusätzliche Erschwernis. Und trotz aller Probleme und Schwierigkeiten, die so eine Vielfalt an Nationalitäten mit sich bringt, „leisten alle Erzieherinnen und Erzieher, Kinderbetreuerinnen und –betreuer hervorragende, über das übliche Maß hinausgehende gute Arbeit, und das sollte auch gewürdigt werden“, so der Elternbeiratsvorsitzende Chytil. Was die Eltern beitragen können, tun diese mit Ehrgeiz und großem Aufwand. So ist die Zahl der im Beirat vertretenden Eltern mittlerweile auf neun angestiegen.

Unser Fraktionsvorsitzender Johannes Stingl bedankte sich herzlich bei den Gastgebern für deren Offenheit und herzliche Aufnahme. Schon alleine der Aufwand, der für 125 Kinder beim Essen aufgebracht werden muss, ist enorm beeindruckend: Immer auf die Empfindlichkeiten und religiösen Hintergründe der Kinder zu achten usw. ist eine Herausforderung. Öffnungszeiten des KiGa von 7 bis 17 Uhr, Aktionen planen und mitwirken bei Muttertagsfest, Vatertag, Martinsumzug, Sommerfest, Verkehrserziehung uvm. ist beachtenswert.

Waltraud Oßwald
(Fotos: Oßwald)