Pressemitteilung

08.02.2019

Besuch beim Multinationalen Kommando Operative Führung / Multinational Joint Headquarters Ulm – Stadtratsfraktionen von CSU und PRO Neu-Ulm. „Wir sind tief beeindruckt von der Leistungsfähigkeit und der Professionalität, mit der die Soldatinnen und Soldaten sich auf mögliche Einsätze des Kommandos vorbereiten“. Fraktion vor Ort.

Pressemitteilung

Besuch beim Multinationalen Kommando Operative Führung / Multinational Joint Headquarters Ulm – Stadtratsfraktionen von CSU und PRO Neu-Ulm.

Im Rahmen eines Informationsbesuchs beim Multinationalen Kommando Operative Führung in der Ulmer Wilhelmsburgkaserne wurden die Neu-Ulmer Stadtratsfraktionen von CSU und PRO Neu-Ulm von Generalleutnant Jürgen Knappe über das Multinationale Kommando Operative Führung informiert. Die Mitglieder der beiden Stadtratsfraktionen konnten sich bei diesem Informations- und Meinungsaustausch einen guten Überblick über Aufgaben und Gliederung des Ulmer Kommandos verschaffen. „Wir sind tief beeindruckt von der Leistungsfähigkeit und der Professionalität, mit der die Soldatinnen und Soldaten sich auf mögliche Einsätze des Kommandos vorbereiten“, stellten die Fraktionsvorsitzenden Johannes Stingl und Stephan Salzmann übereinstimmend fest. Beide Fraktionen waren sich auch einig, dass der Bundeswehrstandort in der Wilhelmsburgkaserne durch den geplanten Aufbau des neuen Kommandos der NATO – das Joint Support and Enabling Command (JSEC) – eine weitere Aufwertung erfahren wird. „Wir sind dankbar, dass mit dem Multinationalen Kommando Operative Führung auch ein gut funktionierendes Element der zivil-militärischen Zusammenarbeit in unserer Region angesiedelt ist, mit dem Großschadensereignisse und Katastropheneinsätze gemeinsam besser bewältigt werden können“ , fassen Stingl und Salzmann die besondere Bedeutung des Kommandos für den zivilen Katastrophenschutz zusammen.

Hintergrundinformationen:

Mit der Aufstellung des Multinationalen Kommandos Operative Führung / Multinational Joint Headquarters Ulm (MN KdoOpFü / MN JHQ Ulm) im Jahr 2013 reagierte Deutschland auf die internationalen Herausforderungen aktueller Krisen. Diese reichen von terroristischen Bedrohungen durch den Islamischen Staat, Al Qaida, Boko Haram und Al Shabaab bis hin zu den Auswirkungen des Krimkonflikts sowie den bereits lang anhaltenden Krisen auf dem Balkan, im Nahen Osten und in Zentralafrika.

Die Bundesrepublik Deutschland stellt sich mit dem Ulmer Kommando den Forderungen seiner Partner nach einer Steigerung seiner sicherheitspolitischen Verantwortung in der Welt. Mit den politischen Krisen und kriegerischen Konflikten in Georgien, in Syrien und in der Ukraine rückte auch die Landes- und Bündnisverteidigung wieder ins Blickfeld der europäischen Sicherheitspolitik. Daher hat sich die Bundesrepublik Deutschland entschieden, sich mit dem Aufbau eines neuen Kommandos auf der operativen Ebene in der NATO zu engagieren.

Im Juni 2018 stimmten die NATO-Mitglieder zu, in Ulm eines der beiden neuen Kommandos der NATO – das Joint Support and Enabling Command (JSEC) – einzurichten, das bei Aktivierung dem militärstrategischen NATO-Hauptquartier Supreme Headquarters Allied Powers Europe (SHAPE) untersteht und für Truppen- und Materialtransporte sowie deren Schutz und Einsatzbefähigung in Europa verantwortlich zeichnet. Bis Oktober 2021 soll das JSEC seine volle Einsatzbereitschaft herstellen.

Für die CSU-Fraktion: Johannes Stingl, für die Fraktion von PRO: Stephan Salzmann

Fotos: MN KdoOpFü Ulm, CSU, T. Mayer

Die CSU-Delegation lässt sich im Multinationalen Kommando Operative Führung über das JSEC und aktuelle Herausforderungen informieren.