Wo bleibt der Beweis?

25.11.2018

Die Südwest Presse macht am 23.11. publik, dass die IHK Schwaben einen Anti-Nuxit-Brandbrief an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder geschrieben habe. Darin äußere die Wirtschaft wohl „erhebliche Bedenken“ hinsichtlich des Kreisaustrittes und verweist dazu auf die Studie des Unternehmensberaters Siegmar Kühn.
Schlimm genug, dass die örtliche Presse angebliche, horrende finanzielle Verluste für den Kreis oder die Stadt immer wieder ungeprüft zitiert und damit dem sogenannten Unternehmensberater eine Plattform bietet.

Bedenklich ist aber, dass die IHK das gleiche Vorgehen zeigt. Die IHK sollte ihrem Grundgedanken nach eigentlich politisch neutral sein. Diesen Pfad hat sie aber längst durch die Publikation dieser angeblichen „Studie“ des Verfassers verlassen. Die IHK kann oder will ebenso wie der Verfasser keinen Einblick in die Gesamtstudie gewähren. Warum nicht? Wenn öffentliche Angriffe gefahren werden, sollten diese auch belegt werden.

Waltraud Oßwald

Artikel in der SWP vom 23.11.2018