Stadtratsfraktion Neu-Ulm
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Antrag: Kindergarten Steinheim – Ausbau?

6. März 2018

Gemeinsamer Antrag von SPD und CSU: Die Verwaltung nimmt mit dem Träger des Kindergartens in Steinheim Gespräche auf, um eine Erweiterung der Einrichtung zu prüfen. Eine erste Konzeption sollte zu den kommenden Haushaltsberatungen vorliegen.

Nachstehend der gemeinsame Antrag der SPD- und CSU-Stadtratsfraktionen:

“Antrag: Kindergarten Steinheim – Ausbau?

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Noerenberg,

im Namen der SPD- und CSU-Stadtratsfraktionen stellen wir folgenden Antrag, mit der Bitte um Bearbeitung im zuständigen Ausschuss:

Die Verwaltung nimmt mit dem Träger des Kindergartens in Steinheim Gespräche auf, um eine Erweiterung der Einrichtung zu prüfen. Eine erste Konzeption sollte zu den kommenden Haushaltsberatungen vorliegen.

Begründung:

In Steinheim gibt es aktuell einen eingruppigen Kindergarten mit einer Betreuungskapazität für 25 Kinder im Alter von 3-6 Jahren. Eine Nachmittagsbetreuung und ein Angebot für Kinder unter 3 Jahren ist nicht vorhanden.

Im aktuellen Kindergartenplan der Stadt wird für Steinheim ein dauerhafter Mehrbedarf von einer zusätzlichen Kindergartengruppe prognostiziert. Ein Ausbau ist aber laut Kindergartenplan nicht vorgesehen. Das heißt, dass dauerhaft mehr als 20 Kinder aus Steinheim in Einrichtungen anderer Ortsteile gefahren und betreut werden müssen.

Eine mögliche Erweiterung des Kindergartens in Steinheim bringt Vorteile mit sich, die so auch vom Träger gesehen werden:

1. Eine Vor-Ort-Betreuung vermeidet nicht nur tägliche Fahrtwege der Eltern, sondern hilft z.B. auch neu zugezogene Familien sich in die Dorfgemeinschaft zu integrieren. Auch wird von vielen Eltern eine Vor-Ort-Betreuung gewünscht, da sie Kindern bei der Bindung und beim Finden von Freunden vor Ort unterstützt.

2. In einer eingruppieren Einrichtung gibt es immer das Problem, dass nicht genügend Kinder für die Erweiterung des Betreuungsangebots vorhanden sind. Mit mehr Kindern, ob in einem zusätzlichen Kindergarten oder Krippengruppe, könnte das Angebot vor Ort z.B. um eine Nachmittagsbetreuung ausgebaut werden, was von Eltern nachgefragt wird.

3. Die Organisation der Einrichtung im Personalbereich wird z.B. bei Krankheitsfällen einfacher.

4. Die Einrichtungen in anderen v.a. östlichen Ortsteilen würden entlastet, da in Summe mehr Betreuungskapazitäten vorhanden wären. Die Zahlen zeigen, dass hier Handlungsbedarf besteht.

Eine einfache Lösung ist aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht sofort erkennbar. Der Träger hält aber eine Erweiterung nicht für unmöglich. Hier sind kreative Lösungen gefragt. Daher halten wir konstruktive Gespräche zwischen Verwaltung und Träger als den ersten wichtigen Schritt zur Verbesserung der Kinderbetreuung in Steinheim.

Ulrich Schäufele, Stellvert. Vorsitzender SPD Fraktion, Reinhard Junginger, Weiterer Stellvertreter des Oberbürgermeisters”