Stadtratsfraktion Neu-Ulm
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Auch Stadt Neu-Ulm gibt “finalen Startschuss”

25. Juli 2018

Das Verhandlungsergebnis zum Orange Campus der Basketballer ist auch ein herausragendes Beispiel für die interkommunale Zusammenarbeit zwischen Ulm und Neu-Ulm. Einstimmiger Beschluss im Rat.

Stadtrat am 25.7.2018, TOP 10 Orange Campus, Förderung durch die Stadt
Stellungnahme durch die CSU-Stadtratsfraktion:

„Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren,

zunächst mal besten Dank an die Verhandlungsführer auf Seiten der Stadt Neu-Ulm für das vorliegende Verhandlungsergebnis.

In der heutigen Sitzung hat der Stadtrat der Stadt Neu-Ulm die denkwürdige Möglichkeit, „Stadtgeschichte“ zu schreiben. Nach unserem Beschluss vom 26. Juli 2017 geben wir mit dem heutigen Stadtratsbeschluss gewissermaßen den „finalen Startschuss“ für dieses in der Region und auch in Deutschland einzigartige Projekt.

Wir haben ein längeres, intensives Verfahren mit einigen „Aufs und Abs“ erlebt, bei dem heute ein beachtliches Verhandlungsergebnis „zu Buche“ steht. Die Basketballer mit Verein und GmbH, die beiden Städte und die Sportverbände konnten „unter einen Hut“ gebracht werden, so dass nun ein gemeinsamer Verhandlungsstand bei diesem Projekt erreicht wurde, der entsprechende Stadtratsbeschlüsse ermöglicht.

Neben der Kooperation der Städte mit den Basketballern ist das Verhandlungsergebnis auch ein herausragendes Beispiel für die interkommunale Zusammenarbeit zwischen Ulm und Neu-Ulm. Meinungsverschiedenheiten unter Partnern sind nichts Außergewöhnliches, entscheidend ist, dass unterschiedliche Positionen in einem partnerschaftlichen Verfahren im Interesse des Projekts und der Bevölkerung im Laufe der Zeit zu einer gemeinsamen Position werden. Dies haben die Verhandlungsführer der beiden Städte erreicht. Quasi in der Mitte der beiden Städte wird eine Sportoase für alle Bürger entstehen, eingebettet in einen Park mit diversen Freizeitangeboten (Basketballfreiplatz, Beachvolleyballplatz, Kinderspielplatz, Schachfeld etc.) an der Donau.

Für die Basketballer, einem sportlichen Aushängeschild beider Städte, werden Trainings- und Spielmöglichkeiten entstehen, die Spitzenleistungen nach sich ziehen werden. Es geht aber nicht nur um Spitzenleistungen. Mit den weiteren Hallen können mittelfristig über 1000 Kinder und Jugendliche dem roten Ball nachjagen.

Wir begrüßen die vorgesehene Trennung in einem GmbH-Teil und einen Vereinsteil. Das Risiko für die Städte insbesondere für deren Zuschüsse und Darlehen wurde dadurch weiter reduziert. Die Kombination aus Erbbaurecht für den Vereinsteil und Grundeigentum beim GmbH-Teil gehen in dieselbe, richtige Richtung.

Bei einer vorgesehenen Gesamtinvestition mit knapp 23 Mio. € bzw. bei den hohen Investitionen in den Vereinsteil mit 12 Mio. € sind der 30%-Regelzuschuss der Stadt Neu-Ulm für den Vereinsteil und das Darlehen von knapp einer 1 Mio. € im Wege einer Einzelfallentscheidung mehr als gerechtfertigt. Die finanzielle Unterstützung durch die beiden Städte und den WLSB ist zur Realisierung des Projekts notwendig, es ist „gut angelegtes Geld“ in ein ehrgeiziges Projekt.

Die CSU-Fraktion wird dem Beschlussvorschlag so zu stimmen.”

Johannes Stingl

Presse dazu: Neu-Ulmer Zeitung vom 25.07. und Südwest Presse vom 26.07.018.